Mittwoch, 19. Oktober 2011

Der größte Feind des Wanderers - der Mountainbiker

Der größte Feind des Wanderers ist der Mountainbiker. Siehe "Die Wanderbibel". Nicht unbedingt in den Alpen, sofern man Wanderungen in der Senkrechten unternimmt bzw. sich in Gebieten befindet, wo das Miteinander geregelt ist. Hier Wanderwege, dort Radwege. Nicht so im Nordschwarzwald. Zwar gilt auch hier die 2-Meter-Regel und das Landeswaldgesetz, demzufolge Radler nichts auf Wegen unter zwei Metern Breite zu suchen haben. Dass einige der ehemaligen Pfade und heutigen Wege über zwei Metern Breite erst von Mountainbikern breitgewalzt wurden, steht auf einem anderen Blatt. Besonders beliebt ist der Westweg mit seinen wenigen, schmalen Pfaden, und das obwohl parallel dazu der ausgeschilderte Radweg verläuft. Einen traurigen Höhepunkt erlebte ich letzten Sonntag, als ein Mountainbiker auf meine Kritik u.a. erwiderte: "Ich fahr einen Wanderer um, der mir im Weg ist." Künftig wird der Wanderer im Nordschwarzwald wohl nur noch bewaffnet seiner Wege gehen können. Es sei denn der Schwarzwaldverein übernimmt die wunderbare Idee, die man in Vorarlberg hatte. Jeweils am Anfang eines Pfades, der Wanderern vorbehalten bleiben soll, stellt man ein großes Verbotsschild mit einem durchgestrichenen Fahrrad auf. Und nicht wie im Nordschwarzwald versteckte Schildchen mit gefühlter Schriftgröße 7 Punkt, die der Mountainbiker beim besten Willen nicht lesen kann, erst recht nicht, wenn er mit dreißig bis fünfzig Sachen einen Wanderweg runterdonnert. Einstweilen werde ich mich bis an die Zähne bewaffnen. Liebe Mountainbiker: Am Sonntag werde ich wieder unterwegs sein: Vorsicht Schußwaffengebrauch!

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