Sonntag, 3. März 2013

Kirchzarten gegen Mountainbiker

Schweizer Statistiker haben festgestellt: Seit der Erfindung des Mountainbikes gibt es in der Bundesrepublik einen massiven Geburtenrückgang. Wie die Forscher der Universität Kandersteg weiter feststellten, sind 99,9% aller Mountainbiker Männer im zeugungsfähigen Alter zwischen 35 und 49 Jahren. Prof. Dr. Janusz Freud stellt einen direkten Zusammenhang zwischen der sexuellen Aktivität und dem beliebten Freizeitsport her: Ist am Sonntagmorgen tote Hose im Schlafzimmer, steigen die Männer aufs Mountainbike und senken ihren Testosteronspiegel durch riskante und agressive Touren ("Single-Trails"): "Je größer der Schaden, den sie anrichten, desto ausgeglichener ist am Abend der Testosteronspiegel." Zerfurchte Waldwege, aufgeschrecktes Wild, verletzte Wanderer, das sind Kolateralschäden, so der Schweizer Forscher. Eigene, auch schwere Verletzungen werden nicht nur in Kauf genommen, sondern angestrebt. Der Steinzeitjäger, der abends blutig, aber erschöpft und glücklich in die Höhle kriecht, stecke noch in den Genen so manchen Mannes.
Auf die Gegenwart übertragen, heißt das jedoch: Will morgens die Frau nicht, kann der Mann abends nicht mehr. Der Geburtenrückgang war von Anfang an programmiert und von der Freizeitindustrie so hingenommen.
Die Schwarzwaldgemeinde Kirchzarten hat heute ihre Bürger abstimmen lassen, ob Mountainbiker auf ihrem Terrain künftig eine neue Testosteronsenkungsstrecke erhalten sollen. Das Ergebnis: Die Mehrheit ist dagegen. Zeugungsfähige Männer sollen zur Sicherung ihrer Rente beitragen: Sex statt Stürze! Kein Wunder, die Gemeinde ist, wie viele im Schwarzwald, hoffnungslos überaltert. Aus Sicht der Sozialkassen bleibt zu hoffen, dass noch viele Kommunen dem Vorbild folgen.

Quelle: Badische Zeitung
SWR1-Nachrichten vom 3.3.2013

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