Dienstag, 16. April 2013

Wandern mit Hexenschuss?

Bislang dachte ich immer: Wandern hilft gegen jedes Zipperlein. Die vergangenen beiden Sommer habe ich nahezu komplett mit (Berg-) Wandern verbracht und hatte keinerlei Probleme mit dem Rücken. Den ganzen langen Winter 2012/13 nicht. Bis zur letzten Woche, justament als der Frühling begann. Mir fuhr es derart in den Rücken, dass ich beim Überqueren der Straße vor der Haustür wieder umgekehren musste. Schmerztablette, Stufenlagerung - wie ich es bei meinem letzten Hexenschuss vor drei Jahren gelernt habe. Am Samstag wollte ich unbedingt auf den Mooskopf im Mittleren Schwarzwald. Bewegung hilft immer, dachte ich und marschierte in Gengenbach los. Tatsächlich: Die Schmerzen im Rücken wurden besser, den Berg konnte ich schon wieder runterjoggen, beim Warten auf den Zug lümmelte ich auf einer Bank vor dem Bahnhof herum. Was passierte? In der Nacht verschlimmerte sich der Hexenschuss so sehr, dass ich bei jeder Bewegung im Bett aufwachte. Mein Orthopäde verpasste mir gestern eine Spritze, drei Tage Ruhe und leichte Spaziergänge. Einen davon habe ich heute schon unternommen. Morgen darf ich mit einem Kollegen wandern gehen. Wir marschieren auf den kleinsten badischen Buckel, den Michaelsberg bei Untergrombach, kehren dort ein und machen uns einen schönen Frühlingsnachmittag. Der Kollege ist übrigens Jahrgang 1929. Ich werde ihn wohl bremsen müssen...

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