Donnerstag, 8. August 2013

Bild des Tages - Crap Putèr

(c) Matthias Kehle
Variatio delectat, pflegt der alte Lateiner zu sagen, und so hatten wir nach einigen Tagen von Fels und Eis die Schnauze voll. Wir gedachten, eine kleine Wanderung im Unterengadin zu machen, von Tarasp auf Crap Putèr durch Wälder und blühende Bergwiesen. Dass im Wanderführer Engadin (Bruckmann-Verlag, sehr zu empfehlen) von Peter Deuble der Hinweis steht, auf dem Gipfel befänden sich weithin sichtbar zwei Bänkchen, hinderte uns nicht daran, an der unscheinbaren Erhebung ignorant vorbeizumarschieren. Eine Dreiviertelstunde nachdem wir eine kleine Senke passiert hatten, von der aus wir innerhalb von zehn Minuten die beiden Gipfelbänkchen auf 2363 Metern Höhe erreichen hätten können, standen wir auf dem nächsthöheren Gipfel, Munt de la Bescha. Bänk- und Gipfelchen bewunderten wir von oben. Selbstverständlich statteten wir auf dem Rückweg unserem eigentlichen Ziel noch einen Besuch ab. Lohnend ist die Wanderung allemal. Die Sicht in die Unterengadiner Dolomiten und in die Silvretta ist prächtig.

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