Donnerstag, 1. August 2013

Bild des Tages - Piz Grevasalvas


(c) Matthias Kehle
Der Piz Lunghin (2780 m) bei Sankt Moritz bildet eine der wichtigsten Wasserscheiden Europas. Genauer gesagt ist es der Pass Lunghin, an dem die Flüsse Julia, Mera und Inn entspringen. Julias Wasser landet über den Rhein in der Nordsee, Meras Nass gelangt über den Po ins Mittelmeer und der Inn entwässert bekanntlich ins Schwarze Meer. Auch wenn der Lunghin kein wirklich großer Berg ist, wird er entsprechend oft besucht. Sein Nachbar, Piz Grevasalvas, ist deutlich höher (2932 m), hat aber seltener Gäste, auch wenn der Wanderweg einfacher ist und durch das Postkartendörfchen Grevasalvas führt. Der Piz Grevasalvas war eine der ersten Touren in diesem Sommerurlaub. Am 8. Juli hatten wir mittelprächtiges, immerhin trockenes Wetter, aber der gut ausgeschilderte Wanderweg barg gewisse Schwierigkeiten: Im Engadin lagen noch Unmengen an Schnee, die Gipfel-Wächte des Berges war gut sechs Meter hoch. Diverse Webcams belegen, dass diese wohl inzwischen stark dezimiert sein dürfte. Wir lernten den Schnee übrigens zu schätzen, denn auf vielen Touren ersparten wir uns sehr viele Höhenmeter und Geröllfelder dank der Altschneefelder, über die wir abfahren und auch aufsteigen konnten - außer Blankeis hatten wir im Juli alle Sorten von Firn und Schnee, am Hohen Angelus (3521 m) benötigten wir Steigeisen. Das Bild zeigt also keinen vergletscherten Viertausender, sondern den Gipfel des Piz Grevasalvas. Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir nur einen schneefreien Berg, den Crap Putèr im Unterengadin, aber der Buckel ist halt auch nur 2363 m hoch. Ich hatte ihn ausgewählt, weil ich nach einigen Tagen den Schnee erstmal satt hatte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen