Dienstag, 27. Januar 2015

Alpinwandern auf Fuerteventura (III): Der Cardón

Felsen und Türme am Cardón (c) mk
Eine der markantesten Erhebungen auf Fuerteventura ist das bis zu 691 m hohe Massiv des Cardón, der südlichste Gipfel des zentralen Gebirges rund um Betancuria. Er fällt von weitem mit seinen Felsen und Türmchen ins Auge.
 Klar, dass wir diesen Berg besteigen mussten, zumal sich nirgends eine Beschreibung fand, wie man relativ einfach auf dessen Gipfel gelangt. Im Netz wird vorgeschlagen, den Cardón durch eine der steilen Rinnen auf der Ostseite zu bewältigen. Wir fuhren mit dem Mietauto rund um den Berg und beschlossen: Von Westen muss es sein, ausgehend von dem Örtchen Las Hermosas. Man parkt ganz am Ortsanfang, dort wo der Weitwanderweg GR 131 quert, praktisch beim ersten Gehöft von Westen, von Pajara kommend.
Zwischen den Felsen (c) mk

Dem GR 131 folgten wir zunächst auf einer Schotterpiste, vorbei an einem See, der wohl die meiste Zeit ausgetrocknet sein dürfte. Vom eigentlichen Gipfelgrat senken sich zwei "Zungen" in den Taleinschnitt, an dessen Eingang wir uns befanden. Wir wählten die zweite Zunge beim Aufstieg und die erste beim Abstieg. Dort fanden wir auch reichlich Steinmännchen. Bei beiden Varianten hält man mäßig ansteigend auf eine Terassenlandschaft mit Trockenmauern zu. Schon von Weitem sieht man ein breites Band, das von unten (von Norden) nach oben bis zum Gipfelgrat (Süden) zieht - es entpuppte sich als verfallene Mauer bzw. Band aus aufgeschichteten Steinen. Diesem folgt man nun steil, teils weglos, teils Pfadspuren und einzelnen Steinmännern folgend bis zum Gipfelgrat.
Am Ende des Mäuerchens heißt es: kraxeln (mk)

Dort angelangt wandert man einer Trockenmauer entlang, je nach Windrichtung (meist aus östlichen Richtungen) auf der windgeschützten Seite. Der weitere Wegverlauf bis zur Gipfelstele am Ende der Steinmauer erfolgt häufig auf der Westseite, teils über Bänder, teils über Felsen, Spuren sind keine vorhanden. Alles in allem die Tour nirgends exponiert, doch an einigen Stellen kommen die Hände zum Einsatz. Für Alpinwanderer ist der Cardón ein reines Vergnügen, prächtig ist die Sicht auf die Südhälfte der Insel. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen Route, Gesamtgehzeit drei bis dreieinhalb Stunden. Brauchbares Kartenmaterial gibt es nicht. Die Tour ist nur erfahrenen Berggängern zu empfehlen.

1 Kommentar:

  1. Ich war nie auf den Kanaren, aber die Bilder hier haben schon einen gewissen Reizt.

    Insbesondere das erste Bild (Felsen und Türme am Cardón).

    Da ich aber erst noch Erfahrung sammeln sollte, werden einige Wege noch warten müssen.

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