Dienstag, 23. Juni 2015

Mal wieder: Mountainbiker und Wanderer

Die Medien haben in den letzten Tagen von zum Teil lebensgefährlichen Fallen berichtet, die (möglicherweise) Wanderer im Schwarzwald gegen Mountainbiker errichtet haben (siehe Spiegel online). Der Konflikt drohe zu eskalieren. Gleichzeitig zeige sich der Schwarzwaldverein kompromissbereit. Die Zwei-Meter-Regel solle zwar unbedingt erhalten bleiben, es sollte aber Ausnahmen für Mountainbiker geben, spezielle Trails, die nur für Mountainbiker angelegt werden. Diese sollten dann nicht der verhassten Regel unterliegen.
Die Gemeinde Baiersbronn will vorangehen und reichlich Trails für Mountainbiker anlegen, besteht aber darauf, dass ihre Premiumwanderwege für die Radler tabu sind.
Mein Beruf ist eng mit Wandern verknüpft, und so habe ich (bekanntermaßen) reichlich Erfahrungen mit Mountainbikern gemacht - bis hin zum Shitstorm Anfang des Jahres. Ich kann die neue Entwicklung nur begrüßen: Radler und Wanderer müssen radikal getrennt werden! Zu oft gibt es gefährliche Situationen, wenn MTBer auf schmalen und stark abschüssigen Wegen auf Wanderer treffen. Mountainbiken – das ist nun mal meiner Erfahrung nach so – wird oft von aggressiven und rücksichtslosen Männern betrieben. Möge jeder sein Terrain haben; die Schweizer (besonders im Engadin) haben vorgemacht, wie das funktioniert. Hier das Wandererparadies, dort des Eldorado für Mountainbiker.

1 Kommentar:

  1. Das Problem mit Radler und "Fußgänger" ist schon immer ein großes Problem gewesen. Wir haben im Urlaub auch schon einiges erlebt, aber es stimmt tatsächlich, dass die zwei Parteien voneinander getrennt werden sollten. So haben beide was davon.

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